LOOPS

LOOPS

 

 

Schweißen

 

 

Mit dem richtigen Gerät lassen sich Schussköpfe aus Polyurethan relativ problemlos mit schönen geschweißten Schlaufen versehen. Bei Schnüren aus PVC läßt sich das hingegen schlecht vorhersagen, ich würd da eher spleißen!


Das Gerät

Meine ersten Versuche habe ich mit Kerzen und schwarzem Schrumpfschlauch unternommen - schlechter geht es nicht, weil Kerzen rußen, man sich die Finger verbrennt und durch den schwarzen Schrumpfschlauch eh nix zu sehen ist. Also transparenter Schrumpfschlauch und eine andere Wärmequelle - so bin ich zu einem Löteisen gekommen, weil ich es schlichtweg da hatte. Mittlerweile benutze ich ausschließlich einen Haarglätter, ein Billigteil, was ca. 160° C erreicht. 

 

 

Der große Vorteil besteht neben der niedrigeren Temperatur darin, dass sich durch das Zusammendrücken /-quetschen des zwischen den "Zangen" befindlichen Werkstücks Druck erzeugen lässt, was den Verschmelzungsprozess beschleunigt.

 

Wichtig ist natürlich auch der transparente Schrumpfschlauch. Ich hab ganz normalen, mittelwandigen in Stärken von 1,6 mm / 2,4 mm / 3,2 mm, der eine Schrumpfrate von 1:2 hat, nix besonderes. 2,4 mm und 3,2 reichen vollkommen aus.

 

 

Die Technik

Man kann eigentlich nichts falsch machen, weil sich mit der Temperatur von 160 ° C kaum Unsinn anstellen läßt:
Der Schusskopf ist vor dem Haarglätter durch den Schrumpfschlauch geschützt, man sieht den Schusskopf durch den Schlauch, dieser schrumpft, legt sich eng an, der Schusskopf wird heißer, man rutscht her und hin, sieht ja alles, noch ein bischen mehr, kurz auf einer Unterlage ausrollen, reicht noch nicht? Also weiter, quetschen, rollen, drücken im steten Wechsel - irgendwann ist dann gut. Schrumpfschlauch mit einem Stanley-Messer oder Skalpell aufschneiden, abziehen.
Reicht nicht? Neuen Schrumpfschlauch rüber - und weiter... 

 

 

Der Front Loop

Von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen, läuft ein Schusskopf vorne dünn aus. Ich mach es mir daher einfach und doppele die Schnur vor dem Verschweißen einfach:

 

Die Spitze des Fronttapers - hier ein ersichtlich klarer Kopf mit Mono-Seele als Beispiel, jeder andere geht genauso einfach.
 


Eingestöpselt, auf 8 cm gedoppelt, Loop gebildet.

 

Verschweißt.

 

Das Messer - keine Sorge, der Kopf nimmt keinen Schaden!

 

Fertig!

 

 

 

Das Frontloop - Desaster

 

Bei entsprechender Unaufmerksamkeit kann das Schweißen auch so enden ...

 

 

"Idiotensicher" ist demgegenüber diese Variante:

 

 

Erklärt sich von selbst, oder?

 

 

Hier jedenfalls ein schnieker Frontloop.

 

 

Das "lose" Ende sieht dann übrigens zunächst so ...

 

 

und nach dem Entfernen des Schrumpschlauch so aus:

 

 

Glatter geht der Übergang wohl kaum.

 

 

 

 

 

Backend Loop

Der hintere Loop sollte hinsichtlich der Materialstärke möglichst dünn sein, es kommt schließlich noch die Runningline mit einer gewissen Dicke dazu - und das addiert sich dann, womit doppeln definitv ausscheidet:

Welcher Loop rutscht wohl besser durch die Ringe?
Das linke ist übrigens eine normale Runningline, nicht etwa das Ende eines 50 g Zweihand-Kopfes !!

 



Nun gibt es - wie immer im Leben - mehrere Möglichkeiten. Die "dünnste" Lösung erreicht man, wenn die Seele den Loop bildet:


 

Backend Loop bei Schusskopf mit Mono Core

 

Ein Fläschchen mit Aceton.

 

Ein Stück Dacron.
 

Schlaufe hat sich zugezogen.

 

Freigelegte Seele.

 

Eingestöpselt.

Verschweißt.

 

Schrumpfschlauch entfernt.

 

Fertig - wer will, kann noch zur Sicherheit abbinden, hält aber auch so.

 

Das tiefe Gefühl der Sicherheit erhält man allerdings erst, wenn man noch ein Stücke Zauberfolie (dünne PU-Folie) drüberschweißt: Ein Stück Folie von 7 cm x 0,5 cm abschneiden, an der erforderlichen Stelle aufkleben, Schrumpfschlauch drüber, verschweißen (schön auf einer Unterlage rollen !), abziehen - fertig!

 

Kann man natürlich alles auch in einem einzigen Arbeitsgang machen ...

 

 

 

Angeschweißter Loop (hinten)

 

Ein Stück "Schweisswurst Intermediate"

 

 

 

Loop bei Schusskopf mit Power Core Seele

 

Freigelegt.

 

Eingestöpselt.

 

Durchgeschoben.

 

Loop gezupft.

 

 

Verschweißt

 

Freigelegt.

 

Man könnte das Ganze (insbesondere den Loop selbst) jetzt noch mit Aquasure überziehen, erhöht zwar nicht die Tragkraft (die reicht auch so), aber die Haltbarkeit. Als (bessere) Alternative bietet sich allerdings die Verwendung von 0,2 mm dicker PU-Folie als Schutzschicht an, dazu unten mehr.

 

 

 

Sicherheits - Variante

wer beim hinteren Loop (zur Runningline) auf "Nummer Sicher" gehen will, mag sich für diese Variante interessieren. Neben 100% Tragkraft-Erhalt besteht der Vorteil darin, dass der Kopf beim "Loopen" praktisch nichts an Gewicht verliert.
 
 
Hier der hintere Loop an einem #10/11 GUIDELINE DDD im Vergleich zum Frontloop an einem Einhand-Schusskopf.
[img]https://lh3.googleusercontent.com/-AyGAhD2IjmY/T8MhAJRH7UI/AAAAAAAAKso/8UeNtsBum-Q/s640/12.jpg[/img]
 
Das Coating des Guideline hat einen Durchmesser von über 2 mm, definitiv nichts zum Doppeln.
[img]https://lh5.googleusercontent.com/-fme6sv_Kfd0/T8MeTqqHPPI/AAAAAAAAKqs/o38uUF1oVJ4/s640/1.jpg[/img]
 
Unten.
[img]https://lh6.googleusercontent.com/-3hCbF40Jk04/T8MeYvo4l1I/AAAAAAAAKrQ/rDjLDz8Q6zA/s640/3.jpg[/img]
 
unten nach dem Verschweißen - das sind Makro-Aufnahmen !!
[img]https://lh4.googleusercontent.com/-dGZ4LPyqfuc/T8MeYOcQ_II/AAAAAAAAKrM/DxrZGyFNEOU/s640/2.jpg[/img]
 
Oben hab ich das Coating mit dem Glätteisen einfach abgeschmolzen, man muss sich nur trauen, der Seele passiert nix.
[img]https://lh5.googleusercontent.com/-EdgbtqZ5hto/T8MeZAUhqII/AAAAAAAAKrY/2D5qeIKnEAY/s640/4.jpg[/img]
 
Richtig schön sieht es nach dem Entfernen des Schrumpfschlauchs nicht aus...
[img]https://lh5.googleusercontent.com/-W1y-tZsySGw/T8MebuI_FaI/AAAAAAAAKrk/tcs2EXuqbcg/s640/5.jpg[/img]
 
... und nach dem Entfernen der Reste mit Aceton "blüht" das Coating auch noch auf !!
[img]https://lh3.googleusercontent.com/-mfLh-56C-IY/T8MecU4C7kI/AAAAAAAAKro/Un96HDVY2D0/s640/6.jpg[/img]
 
Keine Panik, alles unter Kontrolle! Einfach in ein neues Stück Schrumpfschlauch...
[img]https://lh5.googleusercontent.com/-lJ_H72ZKGEQ/T8Mec1xe5eI/AAAAAAAAKrw/dvOHgHvqX90/s640/7.jpg[/img]
 
... und schön "ausmassieren". 
[img]https://lh6.googleusercontent.com/-kG48LRmRcoM/T8MefD2W5ZI/AAAAAAAAKsA/uagg7QSnmqU/s640/9.jpg[/img]
 
Voila!
[img]https://lh6.googleusercontent.com/-RsAGQNecx-A/T8MeUI2eU-I/AAAAAAAAKqw/MQu8UbUYfbc/s640/10.jpg[/img]
 
Jetzt kommt das Finish mit einer dünnen Versiegelung, Bilder spar ich mir (fast).
 
Man nehme ein Mini-Mischgefäß ...
[img]https://lh6.googleusercontent.com/-hkg95RowMUU/T8MeVo-svNI/AAAAAAAAKrE/aIlYDu_0fTw/s640/11.jpg[/img]
 
entferne vorher natürlich das Plastik-Inlay, nehme ein Tröpfchen PU-Kleber (Pattex Extreme Repair oder Aquasure), ein Tröpschen Aceton, vermische beides mit einem Zahnstocher, tunke den "nackten" Loop ein, massiere es ein, trocknen lassen - fertig!
 

Wer beim hinteren Loop (zur Runningline) auf "Nummer Sicher" gehen will, mag sich für diese Variante interessieren. Neben 100% Tragkraft-Erhalt besteht der Vorteil darin, dass der Kopf beim "Loopen" praktisch nichts an Gewicht verliert.

 

Zur Einstimmung der hintere Loop an einem #10/11 GUIDELINE DDD im Vergleich zum Frontloop an einem Einhand-Schusskopf - es lohnt sich also!!

 

 

 

 

Das Coating des Guideline hat einen Durchmesser von über 2 mm, definitiv nichts zum Doppeln.

 

 

Unten.

 

 

unten nach dem Verschweißen - das sind Makro-Aufnahmen !!

 

 

Oben hab ich das Coating mit dem Glätteisen einfach abgeschmolzen, man muss sich nur trauen, der Seele passiert nix.

 

 

Richtig schön sieht es nach dem Entfernen des Schrumpfschlauchs nicht aus...

 

 

... und nach dem Entfernen der Reste mit Aceton "blüht" das Coating auch noch auf !!

 

 

Keine Panik, alles unter Kontrolle! Einfach in ein neues Stück Schrumpfschlauch...

 

 

... und schön "ausmassieren". 

 

 

Voila!

 

 

Jetzt kommt das Finish mit einer dünnen Versiegelung, Bilder spar ich mir (fast).

 

Man nehme ein Mini-Mischgefäß ...

entferne vorher natürlich das Plastik-Inlay, nehme ein Tröpfchen PU-Kleber (Pattex Extreme Repair oder Aquasure), ein Tröpschen Aceton, vermische beides mit einem Zahnstocher, tunke den "nackten" Loop ein, massiere es ein, trocknen lassen - fertig!

 

 

Noch einmal ein hinterer Loop, diesmal an einem AIRFLO Skagit Custom:

Bild

Bild

Bild
kurz fixiert (2x durch)

Bild
abgebunden, loses Ende umgelegt und mit abgebunden - hält bombig...

Bild
glattgeschweißt und fast fertig - 

Bild
versiegelt!
 

 

Runningline mit Power Core
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Versiegelt mit Aquasure.

Fertig!

 

 

Feinschliff

 

So sieht ein "nackter" Loop ohne Aquasure-Überzug aus, die Seele ist komplett im Coating verschwunden, aber auch nur fast ...

 

denn hier ragen noch ein paar Fusseln raus - man könnte jetzt etwas Aquasure auftragen ...
 

oder - eleganter ! - schweißt noch ein Stück PU-Folie drüber, dann sieht es auch optisch "schön" aus.

 

 



Schweißen von monofilen Shooting lines

 

Abgesehen von der Polyshoot XT bestehen alle monofilen Shooting Lines aus "Nylon" - und lassen sich eher nicht verschmelzen. Man kann aber ein Stück Zauberwurst aus PU "mitschmelzen", dann klappt es wieder...

 

 

 

 

Amnesia Red

Bei der VARIVAS AIRS bin ich hingegen gescheitert, warum auch immer.

 

 

 

 

Loop-to-Loop

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fertig!

 

 

 

 

 

Jetzt haben wir 2013 - und aktuell mach ich die Loops so:

 

 

Seele auf 5 cm freilegen (geht mit dem Glätteisen am flottesten).

 

 

Gespleißter Loop (mit dem Einfädler eine Sache von 60 Sekunden, da fluffiger Power Core)

 

 

2 ganz kurze Stückchen Zauberwurst

 

eingestöpselt

 

verschweißt (Schrumpfschlauch ist noch drauf)

 

Schrumpfschlauch abgezogen


versiegelt

 


... mit Zauberfolie noch mal gesichert!

 

Nachtrag: Die Haltbarkeit läßt sich erhöhen, wenn sich das schmelzende Coating in eine (Quer-)Wicklung einarbeiten kann (siehe unten)

 

 

 

 

 

2014 - Spleissen und Schweissen in Kombination

Bei dicken Köpfen stört die "Kante" das ästhetische Empfinden ...

 

2x Durchfädeln - Power Core !!!
Man kann auch noch sauberer arbeiten ....

abbinden auf 7 mm - 8 mm - und dann rein in den Schrumpfschlauch...

Voila - das Coating ist jetzt in die Bindung eingeschmolzen, die "Kante" ist weg.

 

Versiegeln

 

Größenvergleich - könnte ruhig beeindruckender sein....

Hält dafür ewig!

 

 

2017

Inzwischen praktiziere ich bei einem Kopf mit einer geflochtenen Seele hinten (am dicken Ende) ausschließlich die Kombination aus Spleißen, Abbinden, Glattschweißen und Versiegeln - sieht einfach am besten aus !!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild

 

 

 

 

 

 

Das Überarbeiten geschweißter Loops

 

Wenn einen die Materialstärke geschweißter Loops stört,

 

 

entfernt man das Coating mittels Glätteisens 

 

oder Aceton,

 

packt es in ein kurzes Stück Schrumpfschlauch, 

 

massiert die krumpligen Reste hübsch zusammen,

 

was dann so aussieht: 

 

Mit verdünntem Pattex Extreme Repair versiegelt - 0,6 mm statt 1,1 mm!!

Exakt auf die gleiche Weise kann man natürlich auch mit der Runningline verfahren...

 

 

 

 

 

 

Anschweißen
 

Alternativ zum obigen Verschweißen lassen sich Loops auch anschweißen.
Man benötigt ein Stück eines dünnen Sinkers (0,6 mm) von etwa 15 - 18 cm Länge, was man beidseitig spitz anschneidet...

 

... schiebt es so ein bischen versetzt in den 2,4er Schrumpfschlauch von maximal 15 cm Länge...

 

... hat dann halt einen Loop in einer frei wählbaren Größe (die Schnur nicht komplett einschieben, sonst hat man keinen Loop!!!) ...

 

... spitzt auch das dicke Ende des Schusskopfes an ...

 

... und schiebt ihn von der richtigen Seite her in Richtung Loop - aber nur sooo weit, wie auf dem Photo zu sehen !!

 

.. das andere Ende sieht dann so aus - und dann geht´s ans Schweißen wie gehabt...

 

... die Photos hab ich mir hier geschenkt, weil es völlig identisch abläuft, man sieht, wie die Schnüre verschmelzen, alles läuft ohne Hektik ab, wenn die Schnur krumm wird - ausrollen, dann wieder ran an den Stab, etc.... und nach dem Entfernen des Schrumpfschlauchs hat man einen herrlichen Loop, der dünn beginnt und dann langsam dicker wird - der hängt sich nicht fest !!

 

So schaut dann das Gesamtkunstwerk aus, wobei man den Loop natürlich auch noch kleiner machen kann ...

 

Nur Mut - es kann nichts passieren!


 




Schussköpfe aus Polyurethan muss man eigentlich überhaupt nicht pflegen, eine halbwegs pflegliche Behandlung reicht vollkommen aus. Trotzdem hab ich schon gelegentlich Köpfe zur "Wartung" (Pit Stop) übersandt bekommen - hier ein AIRFLO Precision Clear Slow Intermediate.

 

 

Memory-Effekt

Thermoplastische Kunststoffe sind verformbar - und wenn sie unglücklich (ohne Line Winder) zusammengerollt werden, kann das dann so aussehen:

 

 

 

 

Nach zweimaligem Entdrallen sah der Kopf immer noch so aus:

 

 

Aber es gibt auch dafür eine Lösung - nämlich ein heißes Bad:



allerdings nicht über 65°C !!




et voila!!
 

 

 

 

Schäden an den Loops

 

Nun zu den Schäden - wobei man natürlich sagen muss, dass Loops nicht für die Ewigkeit gemacht sind, man sie also regelmäßig überprüfen und erneuern sollte.

 

Am hinteren angeschweißten Loop (zur Runningline) hat sich das Coating etwas gelöst ...

 

nicht weiter schlimm, könnte man einfach schweißen - aber wenn man Zauberfolie da hat ...




kann man es auch gleich richtig machen !




Vorne sieht es etwas schlimmer aus ...




und nach dem Schweißen nicht viel besser ...




aber auch da läßt sich was machen:




Und so sieht er dann versandfertig aus:

 

 

ACHTUNG:
Je heißer das Wasser ist, desto kürzer muss dass Wasserbad sein!
Also besser mit niedrigeren Temperaturen beginnen!

 

 

 

 



Man kann auf unterschiedliche Weise spleißen - bei "Braided Core" (Dacron) bevorzuge ich diese Methode, wobei es allerdings kaum noch Schnüre mit einer derartigen Seele gibt:


Im ersten Arbeitsschritt wird das Coating entfernt. Hierfür taucht man die benötigten ca. 10 cm - 12 cm der Fliegenschnur für etwa 5 Minuten in Aceton und zieht dann sofort das weichgewordene Coating ab.


BC1.jpg


Im zweiten Arbeitsschritt wird das Ende der geflochtenen Seele auf einer Strecke von  2 cm
mittels einer Nadel oder einer Drahtbürste in seine Einzelfäden zerlegt...



BC2.jpg


 

...und mittels einer Schere so getrimmt, dass das verbleibende "Schwänzchen" später durch
das Öhr einer Nadel passt.


BC3.jpg


Die Nadel wird ca. 1,5 cm vor dem Beginn des Coatings ein- und direkt am Coating wieder ausgeführt.

Die Verwendung einer Zange erleichtert die ganze Angelegenheit, mit dem Bohrfutter eines Akkuschraubers geht es allerdings noch besser!


BC4.jpg



...

 

BC5.jpg

 

Nun wende ich mich dem anderen Ende zu und zieh die Spitze der Fliegenschnur, die ich zuvor angefeuchtet habe,
mittels eines Einfädlers (oder einer dünnen Mono-Schlaufe) durchs Öhr.


BC6.jpg


... nun wird gezogen ...

 

BC7.jpg


... und dann durch!

Wichtig: Man sollte die entstehende Schlaufe durch einen eingelegten Stift oder
ähnliches davor sichern, dass man mit zu viel Kraft die Schnur komplett durchzieht -
dann ist nämlich kein Loop mehr da und ...

 

BC8.jpg


... man kommt nicht mehr dazu, die richtige Größe der Schlaufe festzulegen ...


BC9.jpg

 

 

 

 

... jetzt hat sie die richtige Größe!

 

BC10.jpg
 
Schließlich das ausgetretene Ende der Fliegenschnur plan abschneiden...

 

BC11.jpg

 

... abbinden - und versiegeln. Hierbei überzieh ich auch die Schlaufe selbst mit etwas "Coating", weil sie dann kein Wasser aufnimmt und sich dadurch leichter wieder von der Runninigline oder dem Polyleader lösen läßt.

 

BC12.jpg

 

Eine andere Möglichkeit des Spleißens besteht darin, die Seele in das Coating hinein zu spleißen. Ich bin davon abgekommen, weil man beim Einführen der Nadel nicht sieht, ob sie sich tatsächlich innerhalb der Seele befindet. Hinzu kommt das Austrittloch im Coating, was mich irgendwie stört...

 

 


Power Core oder Direct Contact Core sind so fluffig gewoben (man braucht keine Nadel), dass ein einmaliges Einziehen des losen Endes nicht ausreicht - es rutscht einfach wieder raus. Halten tut´s mit zweimaligem Einziehen (double catch) - und wer ganz sicher gehen will, kann auch noch mehr Zeit investieren:

 

Nach dem Entfernen des Coatings - ich nehm Aceton (Nagellackreiniger braucht deutlich länger) und eine Schlaufe aus Dacron.

 

 

Der Einfädler (ein Stück Federstahldraht tut´s auch) läßt sich innerhalb weniger Sekunden ein-...


 

... und wieder ausführen.


 

Ein Trimmen des losen Endes ist nicht erforderlich - einfach rin in den Einfädler...

 

... und wieder raus!

( Achtung: Jetzt fehlt ein Photo vom nächsten Schritt, der da wäre: Den Einfädler vom losen Ende befreien, 
am Anfang des Coatings wieder rein- und kurz vor dem anderen Austrittsende wieder raus ... )

 

 

 ... dann das lose Ende greifen ...

 

 

und wieder durch  -

 

fast fertig ....

 

 

überstehendes Ende abschneiden...

 

... mit Bobbin und Bindegarn fest umwickeln, Bobbin hierbei rotieren lassen ...

 

.... und mit Aquasure oder einem anderen Polyurethan-Kleber versiegeln.

 

 

 

Braided Loops

 

Hier gibt es gute Anleitungen: Braided Loops und Braided Loops